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Rezension zu 'Den inneren Kritiker zähmen' von Angelika Rohwetter


Klappentext

Menschen mit geringem Selbstbewusstsein leiden meist unter einem übermäßig strengen Inneren Kritiker oder Zensor. Der Fachratgeber zeigt in Beispielen und mit Übungen, wie aus dieser destruktiven Instanz ein »Innerer Unterstützer« werden kann.

Der Innere Kritiker ist eine Instanz, die viele Menschen gut kennen. Er sagt oft Sätze wie »Das schaffst du nie!«, »Was hast du schon wieder angestellt!«, »Dazu bist du zu dumm!« und Ähnliches mehr. Es sind Erziehersätze, die uns so lange gesagt wurden, bis wir sie verinnerlicht haben. Je geringer ausgeprägt das Selbstwertgefühl ist, desto fataler schlägt der Innere Kritiker zu. Die erfahrene Psychotherapeutin Angelika Rohwetter zeigt in diesem Buch, wie sich der Kritiker mit Konsequenz und Geduld in einen Inneren Unterstützer verwandeln lässt. Den Inneren Kritiker zu zähmen bedeutet konkret:
• Wir erforschen, wer aus ihm spricht und geben ihm ein Gesicht.
• Wir beobachten ihn und fragen nach seinen Intentionen.
• Wir versöhnen uns mit ihm und bieten ihm an, uns unterstützen zu dürfen.

(Quelle & Homepage des Verlages: Klett-Cotta)

Meine Meinung

Sicherlich bin ich nicht die einzige, die sich mit ihrem inneren Kritiker tagtäglich auseinandersetzen muss – das müssen wir alle auf die ein oder andere Weise. Jedoch erreicht dies manchmal ein Level, bei dem es nicht mehr gesund ist und man anfängt, immer mehr an sich zu zweifeln. Und so fängt die Spirale an und das Selbstwertgefühl nimmt immer mehr ab.

In diesem Buch werden dem Leser in Theorie und Praxis Möglichkeiten geboten, wie er sich seinem inneren Kritiker stellen kann. Für mich persönlich war aber der Aufbau des Buches schon ein Problem. Ich habe nichts gegen Übungen in solchen Ratgebern, sie sind sogar ziemlich interessant und wirklich hilfreich. Jedoch wurden die Übungen in diesem Buch, meiner Meinung nach, nicht gut eingebaut.

Während man noch mitten in einem theoretischen Teil steckt, wird einem eine Übung um die Nase gehauen – so kam es mir vor. Wenn es nur ein oder zwei Mal der Fall gewesen wäre, hätte ich damit leben können. Aber man wird fast ständig im Lesefluss unterbrochen, weil wieder ein praktischer Teil eingeflochten worden ist.

Ich hätte mir hier gewünscht, dass am Ende eines Kapitels die Übungen behandelt werden, wenn man schon ins Thema eingeführt worden ist. So konnte ich mich überhaupt nicht darauf konzentrieren, was das Buch mir sagen wollte und daher habe ich nur sehr wenig für mich mitnehmen können. Gegen Ende war ich ziemlich genervt und fand es unheimlich schade, dass mir das Buch nicht gefallen hat.

Auch mit dem Schreibstil der Autorin konnte ich nicht viel anfangen – ich weiss nicht, ob das dem Aufbau geschuldet ist.

Vielleicht sagt euch diese Art besser zu als mir – schaut euch am besten eine Leseprobe an und entscheidet euch dann für oder gegen das Buch.

Das Cover finde ich okay, aber gefällt mir nur mittelmässig

Fazit
Da ich mich überhaupt nicht einfinden konnte, ich aber das Thema an sich interessant finde, bekommt das Buch doch noch 3 Sterne.

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