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Rezenion zu 'Unter dem banner des Kreuzes' von Astrid Fritz





Eckdaten

Verlag: Wunderlich / Rowohlt
Hardcover
448 Seiten
ISBN: 978-3-8052-5100-6
Erscheinungsdatum: 22.07.2016
Homepage des Verlages: ** hier klicken **







Klappentext

Sie suchen ihr Seelenheil und finden den sicheren Tod - Ein packendes Schicksal aus der Zeit der Kinderkreuzzüge
Freiburg 1212: Die siebzehnjährige Anna leidet unter ihrem jähzornigen Vater. Eines Tages hört sie von den Heerscharen junger Leute, die zu Fuß das Rheintal hinaufziehen, um das heilige Jerusalem zu befreien. Anna ergreift die Gelegenheit zur Flucht.
Zunächst ziehen die Kinder mit fröhlichem Gesang und Gebet gen Basel, himmeln ihren Anführer an, werden am Wegesrand bejubelt und in den Ortschaften versorgt. Doch bald folgen die ersten Durststrecken und Gefahren.
Seit der Freiburger Gegend begleitet sie der angehende Priester Konrad. Seine Worte gegen den unseligen Kinderkreuzzug und gegen den Anführer, der sich mehr und mehr wie ein König huldigen lässt, verhallen ungehört. Kann er seine kleine Schar retten? 

(Quelle: Wunderlich)

Meine Meinung

Wir schreiben das Jahr 1212: Die junge Anna leidet unter ihrem gewalttätigen Vater und nutzt die Gelegenheit, als sie hört, dass junge Leute ins heilige Jerusalem reisen. Sie flüchtet und schliesst sich der Menge an. Doch was zunächst noch fröhlich beginnt, bekommt schnell einen bitteren Beigeschmack: Durststrecken und andere Gefahren lauern auf die Gruppe und Anna erkennt, dass die Pilgerreise nicht so schön ist, wie sie zuerst gedacht hat. Doch kann Prister Konrad helfen und die Schar kleiner Leute retten, die sich um ihn gebildet hat?

Zugegeben: Religion ist überhaupt nicht mein Thema! Die Bücher von Astrid Fritz haben mich bisher jedoch immer begeistert und so habe ich den Versuch gewagt und das Buch gelesen. Die historischen Fakten finde ich sehr interessant und gleichzeitig erschreckend. Wie viele junge Menschen, vorwiegend Kinder, haben sich einer Sache angeschlossen, die von Anfang an zum Scheitern verurteilt war!
Sie haben sich von Menschen manipulieren lassen, die nur ihr eigenes Glück und ihre eigenen Ziele vor Augen hatten. Diesen Personen war egal, ob auf der Pilgerreise Kinder krank und verletzt werden oder sogar sterben.
Ich weiss nicht, wie diese Menschen mit ruhigem Gewissen leben konnten - oder was sie getan haben, damit sie nicht an der Schuld zu grunde gingen, die sie auf sich geladen hatten.

Die Geschichte an sich war gut erzählt, aber sie hatte doch ihre Längen und konnte mich nicht vollends packen. Das fand ich sehr schade, da die geschichtlichen Aspekte, wie oben erwähnt, wirklich gut waren. Astrid Fritz hat sich mit den Ereignissen intensiv befasst, was man auch merkt. An einigen Stellen hatte ich Tränen in den Augen, weil mir das Schicksal einzelner Personen ein wenig nahe ging. Der Rest war jedoch ziemlich nüchtern und für leider ohne Emotionen.

Die Charaktere fand ich gut, besonders Anna und Konrad haben mir gefallen. Dennoch hat mir alles in allem die Tiefe der Chraktere gefehlt.

Das Cover passt gut zur Geschichte.

Fazit

Da das Buch viele Längen hatte und mich leider nicht ganz überzeugen konnte, bekommt es von mir 3 Sterne.

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