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|Aktion| „Halloween-Lesewoche Tag 8“

Hallo ihr Lieben :)

Heute ist schon der letzte Tag der Lesewoche und das bedeutet: Heute ist Halloween! Also: Happy Halloween euch allen :) Die Infos zur Aktion findet ihr heute bei der lieben Andrea: ** Hier klicken **


Heutiges Thema: Same procedure as every year? Yes James! Wir wollen uns gruseln! Zeige uns in Form einer Kurzgeschichte, einem Prolog, einem Kapitel, einem Gedicht, einer gezeichneten Kurzgeschichte/Szene … welche schaurige künstlerische Schreibader in dir steckt!

Also ich muss sagen, dieses Jahr ist es mir schwer gefallen, etwas zu Papier zu bringen.. Und ich bin auch nicht ganz zufrieden - was ich im Kopf habe, hat sich einfach nicht richtig umsetzen lassen. Da ich jedoch den Joker nicht einsetzen will, werde ich euch nicht vorenthalten, was ich dieses Jahr geschafft habe. Ob es gruselig ist... Hmmm... ich weiss nicht - überzeugt euch selbst ;) Viel Spass beim Lesen:



Die Verwandlung

Prolog

Ein Schrei dringt über meine Lippen und meine Hände krampfen sich ins Laken. Ich kann mich nicht daran erinnern, mich hingelegt zu haben und doch liege ich auf einem Bett. Meinem Bett? Ich weiss es nicht! Panisch versuche ich meine Finger dazu zu bewegen, das Laken loszulassen und gleichzeitig schüttle ich die Decke ab, die jemand über mich gelegt hat.
Mir gelingt es nicht, meine Augen zu öffnen und ich versuche es gar nicht mehr. Die wenigen Versuche, die geglückt sind, haben meine Schmerzen nur verstärkt. Meine Augen reagieren auf eine Weise auf das Licht, wie ich es mir nicht gewohnt bin. Und wie in einer Endlosschleife schwirren die gleichen Fragen durch meinen Kopf: Was ist passiert? Woher stammen die Qualen?

Es fühlt sich an, als hätte jemand mein Blut durch glühende Lava ersetzt und es scheint, als hätte jemand jegliche Erinnerungen einfach gelöscht. Nur die Schmerzen sind geblieben.
Ich schreie erneut auf und wimmere dann leise. Langsam verlassen mich meine Kräfte und ich verliere den Willen, dagegen anzukämpfen. Ich bin versucht, mich meinem Schicksal zu fügen. Ist dies mein Ende? Wie lange liege ich hier und sterbe? Eine weitere Frage, die ich nicht beantworten kann. Mein Bewusstsein schwindet, die Dunkelheit holt mich ein und ich heisse sie willkommen.

Eisiger Wind weht, wirbelt das erste Laub des Herbstes auf. Dichte Nebelschwaden hängen tief über dem Boden, als würden sie etwas verstecken, was nicht gesehen werden darf – oder gesehen werden will. Die Bäume stehen dicht zusammen und das wenige Mondlicht, das sich immer wieder durch den Nebel kämpft, sorgt dafür, dass ein unheimliches Schattenspiel entsteht.

Mein Körper wehrt sich gegen etwas, das ich nicht benennen kann und gleichzeitig fühlt es sich an, als würde ich schweben. Ich werde von Bildern heimgesucht, die ich nicht einordnen kann. Bilder, die mir Gänsehaut bereiten, obwohl ich sie nicht deuten kann. Sie schüren tief in mir eine Angst, die zu benennen ich nicht wage und egal wie sehr ich mich dagegen wehre, ich schaffe es nicht, bei Bewusstsein zu bleiben.

Unscheinbar wirkt das junge Mädchen, wie es auf einer Lichtung sitzt. Nur ein Nachthemd umhüllt ihren Körper und doch erweckt das Mädchen nicht den Eindruck, als würde es frieren. Ganz langsam steht es auf, ihr Blick ist auf einen Punkt in der Ferne fixiert, die Augen wirken leer und stumpf. Sie scheint nicht wahrzunehmen, wie der Wind das Laub um sie herum tanzen lässt. Langsam setzt sie einen Fuss vor den anderen und fängt leise an zu summen. Das Lächeln, das nun auf dem Gesicht des Mädchens erscheint, hat nichts menschliches mehr an sich und als sie kurz die Augen schliesst und sie wieder öffnet, blicken zwei blutrote Rubine in die Dunkelheit.

Nach Luft ringend komme ich wieder zu mir, versuche die Augen zu öffnen und es gelingt mir unter grösster Anstrengung. Das Licht schmerzt noch immer und ich schliesse meine Augen sofort wieder. Wenigstens haben die Schmerzen etwas nachgelassen und das Gefühl glühender Lava ist einem sanft loderndem Feuer gewichen. Langsam lösen sich meine Finger vom Laken und ich bewege sie vorsichtig. Sie sind etwas steif und ungelenk, aber wenigstens werde ich nicht mehr ohnmächtig, wenn ich mich bewege. Behutsam taste ich meinen Körper ab. Es scheint alles in Ordnung zu sein, denn es sind keine Verletzungen spürbar.
Was ist passiert und wo befinde ich mich? Diese Fragen lassen mich nicht los und ich zwinge mich dazu, erneut die Augen zu öffnen. Das Licht beschert mir höllische Kopfschmerzen, jedoch schaffe ich es, mich umzusehen.

Der Raum, in dem ich mich befinde, wird von Kerzenschein erhellt und ich kann nicht viel erkennen. Langsam setze ich mich auf, auch wenn die Schmerzen wieder stärker werden. Als ich zu schlucken versuche, zucke ich leicht zusammen. Mein Hals schmerzt und mein Nacken ist steif. Mit einer Hand versuche ich die Muskeln leicht zu lösen, was mir jedoch nicht gelingt. Gerade als ich meine Hand sinken lassen möchte, spüre ich zwei kleine Wunden an meinem Hals. Stirnrunzelnd lasse ich meine Finger darüber gleiten.
Ein sanftes Prickeln durchfährt mich, als ich die Wunden berühre und die Schmerzen lassen etwas nach. Das ganze wird immer seltsamer. Langsam schwinge ich meine Beine über die Bettkante und versuche aufzustehen. Im ersten Moment befürchte ich, dass sie mein Gewicht nicht tragen, doch dann finde ich Halt und mache unsicher ein paar Schritte.

Erst als ich mir sicher bin, nicht auf meinem Hintern zu landen, traue ich mich, den Raum zu erkunden. Er ist sauber, aber erstaunlich karg eingerichtet. Neben dem Bett, auf dem ich aufgewacht bin, stehen eine kleine Kommode mit einem Spiegel darüber, ein Stuhl und ein Tisch im Raum. Die Fenster werden von Vorhängen verdeckt, die es mir unmöglich machen zu bestimmen, ob Tag oder Nacht ist.
Der Spiegel zieht mich an und ich versuche nicht gegen den Drang anzukämpfen, ihn mir näher anzusehen. Meine Schritte wirken noch immer ungelenk, wie die eines Kindes. Im ersten Moment halte ich es für eine Illusion, eine Täuschung, weil ich mich noch immer benommen fühle. Ich blinzle ein paar Mal und weiche erschrocken zurück. Das kann nicht sein, unmöglich!

„Wie schön, du bist endlich aufgewacht!“, ertönt eine liebliche Stimme hinter mir.
Ich habe nicht bemerkt, wie jemand den Raum betreten hat. Langsam drehe ich mich um. Ein kleines Mädchen steht ein paar Schritte von mir entfernt, das Gesicht im Schatten.
„Wer bist du?“, krächze ich heiser.
Das Mädchen lacht leise und kommt näher. Als ich ihr Gesicht erkennen kann, spüre ich, wie meine Beine nachzugeben drohen. Ihre Augen… die Iris ist blutrot… genau wie meine.

Kommentare

  1. Also ich weiß nicht was zu hast: Klingt doch gut! Also schreiben kannst du auf jeden Fall! :D
    Und auch wenn man die Thematik schon kennt, hab ich den Prolog gern gelesen. Kannst die Geschichte ja nächste Monat noch ausbauen :D - ich bin auch dabei.
    Wollen wir da noch Posts/Beiträge zu machen oder gibt das deine Zeit nicht her im November? Wir hatten ja vage mal drüber gesprochen.

    LG Christin

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  2. Huhu :D

    Dankeschön - ich komme mir im Moment wie ein blutiger Anfäger beim Schreiben vor, dabei habe ich früher wirklich viel geschrieben O__O Es ist, als ob ich ein kleines Kind bin, das gerade anfängt zu laufen :D

    Hmm... Zeit hätte ich schon, mehr oder weniger. Das sollte ich schon hinkriegen. Lass uns mal kurzschliessen via FB-Nachricht oder so, wie wo was :D

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    1. Oki, ich meld mich dann heut nachmittag via fb bei dir :)

      Jetzt tauch ich noch ein bissl in meine Bücher ein :D

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    2. Geht klar :)

      Dann viel Spass - ich muss noch arbeiten :/ Dafür kann ich mein Hörbuch heute noch beenden :D und dann heute Abend schön gemütlich lesen.

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  3. Sabrina, ebenso eine tolle Story zum heutigen Thema und auch wieder ganz anders, als meine. Aber das macht es aus oder? Bei dieser Thematik kann man mit so vielen Ansätzen spielen. Zudem empfindet jeder etwas anderes als gruselig oder mysteriös.
    Bei solchen Geschichten merke ich immer wieder, wie wenig ich in dieser Thematik drinstecke. Ich wüsste da gar keine Beschreibungen oder so anzustreben. Toll gemacht und absolut kein Anfängergeschreibe. Ein wenig hat man doch immer Selbstzweifel oder? Aber es muss ja den anderen Gefallen ;)

    Liebe Grüße
    Andrea

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    1. Huhu Liebes

      Viel Dank - freut mich, dass dir der Prolog gefällt. Stimmt, es empfindet wirklich jeder etwas anders als gruselig oder mysteriös. Manchmal geht man auch von sich selbst aus, wenn man so etwas schreibt ;)

      Glaub mir, ich habe schon eine Ewigkeit nichts mehr wirklich geschrieben... Ich fühle mich nicht mehr so wohl darin, wie früher mal. Aber mal schauen, ob ich mit Christin den NaNoWriMo beschreite in diesem Jahr und wieder zum Schreiben zurückfinde.
      Oh ja, Selbstzweifel habe ich bei solchen Dingen immer... das war schon vor Jahren so, als ich noch geschrieben habe und hat sich leider, leider nicht gelegt.
      Genau, anderen muss gefallen :) Und so lange es das tut, ist alles gut :) Und noch mal danke, für das Kompliment :)

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    2. Freue mich jetzt schon, wenn ihr beide weiterschreiben werdet und ansonsten freue ich mich auf nächstes Jahr um diese Zeit auf unsere Geschichten :)

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  4. Ich finde es ist eine tolle Geschichte, die man super weiterentwickeln kann.
    Toll gemacht! Freue mich schon auf die Fortsetzungen im NaNoWriMo weiterlesen zu können. :)

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