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Rezension zu 'Die Vegetarierin' von Han Kang




Eckdaten

Verlag: Aufbau
Übersetzt von Ki-Hyang Lee
Gebunden mit Schutzumschlag
190 Seiten
Erschienen: 2016
ISBN: 978-3-351-03653-9 

Homepage des Verlages: ** hier klicken **







Klappentext / Inhalt

Ein seltsam verstörendes, hypnotisierendes Buch über eine Frau, die laut ihrem Ehemann an Durchschnittlichkeit kaum zu übertreffen ist – bis sie eines Tages beschließt, kein Fleisch mehr zu essen.
»Bevor meine Frau zur Vegetarierin wurde, hielt ich sie für nichts Besonderes. Bei unserer ersten Begegnung fand ich sie nicht einmal attraktiv. Mittelgroß, ein Topfschnitt, irgendwo zwischen kurz und lang, gelbliche unreine Haut, Schlupflider und dominante Wangenknochen. So fühlte ich mich weder von ihr angezogen noch abgestoßen und sah daher keinen Grund, sie nicht zu heiraten.«
Yeong-Hye und ihr Ehemann sind ganz gewöhnliche Leute. Er geht beflissen seinem Bürojob nach und hegt keinerlei Ambitionen. Sie ist eine zwar leidenschaftslose, aber pflichtbewusste Hausfrau. Die angenehme Eintönigkeit ihrer Ehe wird jäh gefährdet, als Yeong-Hye beschließt, sich fortan ausschließlich vegetarisch zu ernähren und alle tierischen Produkte aus dem Haushalt entfernt. »Ich hatte einen Traum«, so ihre einzige Erklärung. Ein kleiner Akt der Unabhängigkeit, aber ein fataler, denn in einem Land wie Südkorea, in dem strenge soziale Normen herrschen, gilt der Vegetarismus als subversiv. Doch damit nicht genug. Bald nimmt Yeong-Hyes passive Rebellion immer groteskere Ausmaße an. Sie, die niemals gerne einen BH getragen hat, fängt an, sich in der Öffentlichkeit zu entblößen und von einem Leben als Pflanze zu träumen. Bis sich ihre gesamte Familie gegen sie wendet.

Die Vegetarierin ist eine kafkaeske Geschichte in drei Akten über Scham und Begierde, Macht und Obsession sowie unsere zum Scheitern verurteilten Versuche, den Anderen zu verstehen, der ja doch, wie man selbst, Gefangener im eigenen Leib ist. Der Roman wurde mit dem Man Booker International Prize 2016 ausgezeichnet.  

(Quelle: Aufbau Verlag)

Meine Meinung

Grob geht es um Folgenes.:
Yeong-Hye ist eine durchschnittliche Frau, mit einem gewöhnlichen Ehemann. Doch eines Tages beschliesst sie, Vegetarierin zu werden - und das Leben der beiden wird auf den Kopf gestellt. Und als Yeong-Hye sich dazu entschliesst, ein Baum zu werden, ist das Chaos perfekt und langsam wendet sich auch ihre Familie von ihr ab.

In diesem Buch wird Vegetarierin mit einer Veganerin gleich gestellt! Das sollte man im Hinterkopf behalten, wenn man das Buch anfängt zu lesen.
Die Geschichte an sich hat mich sehr gereizt und ich war sehr gespannt, was mich erwarten wird. Ich hätte mir etwas anderes darunter vorgestellt und ich muss ehrlich sagen, ich weiss nicht, was Veganismus damit zu tun haben soll, zu einem Baum werden zu wollen...

Für mich war das Buch sehr verwirrend. Der erste Abschnitt war noch verständlich, auch wenn ich die Familie von Yeong-Hye am liebsten geschüttelt hätte! Ich finde, es sollte jeder Mensch für sich selbst entscheiden, was er essen möchte oder eben nicht. Dabei spielt es absolut keine Rolle, welchen Stellenwert Fleisch, Fisch etc. im jeweiligen Land hat, in dem man lebt. Man sucht sich z.B. ja nicht aus, als Koreanerin geboren zu werden.
Mir ist durchaus bewusst, dass die Kulturen unterschiedlich sind und sich auch die Ansichten von Mensch zu Mensch unterscheiden. Dennoch finde ich es ein unmögliches Verhalten, wenn man die Entscheidung eines Mitmenschen nicht akzeptiert, wenn dieser sich für eine andere Lebensweise entscheidet.

Dass sich die Familie anfängt Sorgen zu machen, als dann das Verhalten von Yeong-Hye extremt wird und, meiner Meinung nach, nichts mehr mit dem Veganismus zu tun hat, kann ich verstehen. Ich denke, hier sind schwere psychische Probleme der Auslöser für die Ereingisse, die sich im Laufe des Buches zutragen.

Der Schreibstil war okay, aber ich konnte mich leider nicht so in Buch fallen lassen, wie ich es mir gewünscht hätte.
Auch hatte ich meine Mühe mit den Charakteren. Die Entscheidung zum Veganismus konnte ich durchaus nachvollziehen und war auch okay für mich. Aber dann passierten Dinge, die für mich unverständlich waren. Viele Handlungen der Personen waren seltsam und in meinen Augen auch unlogisch. 

Ich weiss nicht, ob das Buch eine Botschaft vermitteln möchte, die ich nicht verstanden habe. Aber mich hat es unbefriedigt zurück gelassen.

Das Cover ist wunderschön und gefällt mir wirklich sehr gut.

Fazit

Leider konnte das Buch meine Erwartungen nicht erfüllen. Daher bekommt es von mir 3 Sterne.

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