Direkt zum Hauptbereich

Rezension zu 'Solothurn trägt Schwarz' von Christoph Gasser



Eckdaten

Kriminalroman
Broschur
13,5 x 20,5 cm
352 Seiten
ISBN 978-3-95451-783-1
Homepage des Verlages: ** hier klicken **

Klappentext

Ein Zürcher Journalist wird tot am Aare-Ufer aufgefunden. Steckt die Balkan-Mafia, über die der Reporter recherchiert hat, hinter dem Anschlag? Bevor Dominik Dornach von der Solothurner Kantonspolizei und Staatsanwältin Angela Casagrande die brisanten Zusammenhänge aufdecken können, geschieht ein weiterer Mord – und Dornachs Tochter Pia gerät in tödliche Gefahr …
(Quelle: Emons)

Meine Meinung

Solothurn im Zentrum eines Mordes! Ein Zürcher Journalist wird schwer verletzt am Aare-Ufer gefunden und verstirbt wenige Stunden später im Krankenhaus. Dominik Dornach, von der Kantonspolizei, steht vor einem Rätsel. Was steckt hinter dem Mord? Und was hat die Balkan-Mafia damit zu tun, hinter der der Journalist her war? Bevor er sich intensiv mit dem Fall beschäftigen kann, taucht eine weitere Leiche auf. Und auch seine Tochter Pia gerät in grosse Gefahr.

Ich war ja unheimlich auf das Buch gespannt, da ich in und um Solothurn aufgewachsen bin. Daher habe ich mich sehr gefreut, dass ich Zuge der Lovelybooks-Leserunde dieses Buch lesen durfte.

Die Geschichte finde ich gut gelungen, auch wenn der Einstieg etwas holprig war. Ich fand die angedeuteten Liebesbeziehungen der Ermittler ein wenig zu viel - auch wenn sich das im Laufe des Buches gelegt hat. Auch ein paar Ereignisse am Anfang des Buches waren für mich zu offensichtlich und zu vorhersehbar. Es war mir zu klischeehaft.
Doch je weiter ich im Buch gelesen habe, desto interessanter und undurchsichtiger wurde es - und genau das hat mir gut gefallen. Die Verschiedenen Stränge und Ereignisse fliessen nach und nach zusammen und es ergibt ein Gesamtbild. Die Idee finde ich wirklich klasse und, nach einem etwas schwächeren Einstieg, auch wirklich gelungen umgesetzt.
Es passieren Dinge, mit denen ich so nicht gerechnet hätte und die mich überraschen konnten. Genau so wünsche ich mir einen Krimi!

Auch die Briefe, die immer wieder im Buch auftauchen, fand ich klasse. Man rätselt doch eine Weile, zumindest in meinem Fall, wer dahinter stecken könnte. Und wenn man es herausfindet, möchte man wissen, was generell hinter den Briefen steckt.
Die Geschichte dahinter ist echt heftig und hat mich leer schlucken lassen. Die Erzählung dazu ist nichts für schwache Nerven; ich habe sogar ein paar Tränen verdrückt, so nahe ging mir alles.

Und nach diesem Ende hoffe ich, dass es noch weiter geht! Ich würde auch den zweiten Teil davon definitiv lesen.

Die Charaktere haben mir gut gefallen. Am Liebsten mochte ich Pia! Ich finde, sie ist ein rundum gelungener Charakter, mit Ecken und Kanten.
Ab und an hatte ich mit Jana, einer Ermittlerin, Probleme. Ich konnte ihre Handlungen nicht immer ganz verstehen.

Der Schreibstil finde ich sehr gut! Auch die Beschreibung der Orte finde ich klasse. Da ich, wie erwähnt, in Solothurn aufgewachsen bin, konnte ich mir das Ganze natürlich bildlich vorstellen. Dadurch habe ich zwar etwas länger beim Lesen gebraucht, was aber nicht weiter schlimm ist.

Das Cover finde ich sehr gelungen und es passt zur Geschichte und vor allem zu Solothurn. Und wie man sieht, mein Kater Caramel findet, dass sich das Buch auch perfekt als Kissen eignet ;)

Fazit

Ein gelungener Krimi, mit anfänglichen Schwächen. Das Buch bekommt von mir 4 Sterne.

Kommentare