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Rezension zu 'Mörderhotel' von Wolfgang Hohlbein





Eckdaten

Verlag: Bastei Lübbe
Hardcover
847 Seiten
ISBN: 978-3-7857-2548-1
Ersterscheinung: 08.10.2015
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Klappentext

230 Menschen gehen auf sein Konto: Herman Webster Mudgett, den unglaublichsten Serienmörder aller Zeiten. In Chicago errichtet er eigens ein Hotel, um seine Taten zu begehen. Ein Hotel, in dem es Falltüren, verborgene Räume, Geheimgänge, einen Foltertisch, ein Säurebad und eine Gaskammer gibt. Seine Opfer erleichtert er um ihr Geld und verkauft ihre Leichen an Mediziner. Niemand weiß, was im Kopf dieses Menschen vor sich geht. Bis die Polizei ihm auf die Spur kommt und eine gnadenlose Jagd beginnt ...

(Quelle: Bastei Lübbe)

Meine Meinung

Herman Webster Mudgett: Der erste bekannte Serienmörder der USA. Kombiniert mit einem Hotel, das zum Albtraum seiner Besucher wird. Doch nicht nur die Besucher des Hotels werden Opfer von Mudgett, auch Menschen, die ihm im Weg stehen, verschwinden spurlos. Niemand weiss, was in ihm vorgeht, bis die Polizei eine heisse Spur hat und ihm auf den Fersen ist. Die Jagd beginnt.

Mörderhotel ist mein erster Hohlbein gewesen - und leider wurde ich sehr enttäuscht. Ich fand die Idee des Autors wirklich klasse, ein Buch über den ersten bekannten Serienmörder der USA zu schreiben. Nur die Umsetzung hat mir gar nicht gefallen.

Das ganze Buch war unheimlich langatmig und ich habe sehr sehr lange für das Buch gebraucht (mehrere Monate); ehrlich gesagt, war ich kurz davor, es abzubrechen, habe mich dann aber dazu entschieden, des doch zu Ende zu lesen. Besonders die Rückblenden haben die Geschichte in die Länge gezogen. Hier hätte man das Ganze verkürzen können. Bestimmt 1/3 des Buches hätte man zusammenfassen und auf andere Weise einfliessen lassen können. Besonders der Aspekt, dass Mudgett im richtigen Leben hingerichtet wurde - vielleicht hätte dies einen anderen Ansatz für den Aufbau der Geschichte gegeben.

In der Zeitzone von 1893 war mir eindeutig zu wenig Mudgett. Es ging zu viel um die restlichen Personen, unter anderem die Schwester eines der Opfer (mir ist der Name bereits wieder entfallen) hat einen negativen Beigeschmack hinterlassen.
Sie war sehr naiv und unheimlich launisch. Ich hatte ohnehin den Eindruck, dass alle Personen sehr schnell reizbar waren und sofort alles in den falschen Hals bekommen, sobald etwas gesagt wird, dass ihnen nicht passt. Das war auf Dauer einfach nur nervenaufreibend und hat mich sehr gestört.
Mir wurde zu viel erzählt, was mich nicht interessiert hat und das mich nur im Lesefluss gehindert hat und das Buch unnötig in die Länge zieht - unter anderem durch die ziemlich anstrengenden Charaktere.

Zurück zu Mudgett: Wie erwähnt, ich hätte mir hier deutlich mehr von ihm gewünscht. Vielleicht wurde es absichtlich so gehandelt, in Bezug auf das Ende, das ich natürlich hier nicht verraten werde.
Das hat mich dann doch ein wenig überrascht, denn damit hätte ich nicht gerechnet. Das war auf jeden Fall ein kleiner Pluspunkt für das Buch.

Auch gefallen haben mir die Szenen, in denen Mudgett gemordet hat. Die Abschnitte sind zum Teil nichts für schwache Nerven und ziemlich brutal und blutig. Und genau so habe ich mir Mudgett auch vorgestellt. Dass er skrupellos und brutal war. Daher haben mir die Kapitel sehr gut gefallen, in denen es etwas härter zur Sache ging.

Der Schreibstil war okay, aber hat mich leider nicht von den Socken gehauen. Ich hätte mir mehr von Hohlbein erwartet, so gut wie über seine Bücher gesprochen wird. Es war dann doch eine Enttäuschung.

Das Cover finde ich sehr schön gestaltet und es passt auch perfekt zur Geschichte.

Fazit

Ein interessantes Thema, leider hat es stark an der Umsetzung gehapert. Daher nur 2 1/2 Sterne von mir.

Kommentare

  1. Hallo Sabs,

    berauschend klingt das alles nicht. In anderen Rezensionen wurde genau gegensätzlich argumentiert: zu viel (brutale) Mordszenen und zu wenig Hintergrund. Na ich bin ja gespannt, doch mittlerweile habe ich doch so meine Zweifel ...

    Liebe Grüße,
    Nicole

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    1. Ich denke, das ist von Person zu Person unterschiedlich. Da ich nicht zart besaitet bin, machen mir solche Szenen weniger aus und hier hat es auch gepasst. Es zeigt den Charakter von Mudgett wirklich gut.
      Aber naja... Der Rest... Ich denke, es muss jeder für sich entscheiden, wie er das Buch findet. Für mich war es leider wirklich nix :/

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