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Rezension zu 'Eine Tochter in Berlin' von Otto de Kat

 

 
 



Eckdaten

Verlag: btb
Übersetzt von Andreas Ecke                        
Taschenbuch
208 Seiten                                   
ISBN: 978-3-442-74812-9
Erschienen: 12.01.2015
Homepage des Verlages: ** hier klicken **
 





Klappentext
 
Eine Familie versucht im Krieg ihr Leben und ihre Liebe zu erhalten.
 
Frühling 1941: Oscar Verschuur, niederländischer Diplomat in Bern, erhält die geheime Information über Hitlers geplanten Überfall auf Russland. Die Nachricht stammt aus verlässlicher Quelle, seine Tochter Emma ist mit einem Deutschen verheiratet, der im Außenministerium arbeitet. Oscar weiß, dass er diese Nachricht weitergeben und die Alliierten warnen muss, aber er weiß auch, dass sein geheimes Treffen mit Emma beobachtet wurde. Wenn er die Information weitergibt, ist Emma in Gefahr.
(Quelle: btb)
 
Meine Meinung

2. Weltkrieg im Jahre 1941. Oscar Verschuur, der in dieser Zeit in Bern stationiert ist, erhält geheime Informationen bezüglich Hitlers Plänen gegen Russland. Die Quelle ist verlässlich, denn seine eigene Tochter Emma ist mit einem Deutschen verheiratet, der im Aussenministerium arbeitet. Oscar weiss, dass er diese Nachricht an die Alliierten weitergeben muss. Aber er weiss auch, dass sein Treffen mit Emma nicht geheim geblieben ist. Er muss sich entscheiden, ob ihm seine Familie wichtiger ist, als die Information.

Das Buch hat mich sofort angesprochen, als ich den Klappentext gelesen habe. Ich bin seit längerer Zeit sehr interessiert an Büchern, die während des 2. Weltkrieges spielen. Zudem komme ich aus der Schweiz und ein Teil des Buches spielt auch hier. Dies hat mich doppelt neugierig gemacht.

Die Geschichte finde ich generell sehr interessant. Es sind verschiedene Aspekte, denen man in diesem Buch begegnet. Nicht alles ist offensichtlich, es gibt auch viele Botschaften, über die man auch noch nachdenkt, wenn man das Buch zuschlägt.
Als Leser wird einem vor Augen geführt, welche Konflikte die Menschen während der Kriegszeit mit sich selbst austragen mussten. Jede Handlung hätte Konsequenzen haben können, nicht nur für einen selbst, sondern auch für die Familie. Mit dieser Angst muss Oscar versuchen umzugehen und einen Weg finden, wie er mit dem Gehörten leben soll.
Doch es gibt noch ein paar andere Aspekte in dem Buch, die einem sehr zum Nachdenken anregen. Ich möchte hier nicht verraten Welche, da ich sonst zu viel verrate. Auf jeden Fall gibt das Buch dem Leser viele neue Eindrücke mit auf den Weg.
Ich bleibe aber nach wie vor unschlüssig zurück, was das Ende angeht und auch ein wenig bezüglich der Beziehung von Oscar und seiner Tochter. Das war mir dann doch zu schmal und zu kurz geschildert.

Der Schreibstil des Autoren fand ich gut, auch wenn ich mich zuerst daran gewöhnen musste. Er ist sehr speziell, aber durchaus erfrischend.

Generell muss ich zu 'Eine Tochter in Berlin' sagen, dass dieses Buch - meiner persönlichen Meinung nach - zu den etwas Anspruchsvolleren gehört. Das sollte man sich vor Augen halten, wenn man sich für dieses Buch entscheidet.

Passend zur Zeit ist auch das Cover. Das gefällt mir gut, da hat sich der Verlag etwas dabei überlegt.
 
Fazit

Da es ein oder zwei Schwachpunkte hatte, die mich noch immer gespalten zurücklassen, bekommt das Buch von mir 4 Sterne.

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