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Rezension zu 'Aera - die Rückkehr der Götter' von Markus Heitz





Eckdaten

Verlag: Knaur
Taschenbuch
784 Seiten
ISBN: 978-3-426-51861-8
Erschienen: 02.11.2015
Homepage des Verlages: ** hier klicken **





Klappentext

Im Jahr 2019 herrscht eine neue Weltordnung: Die Götter kehren auf die Erde zurück. Alle Götter – bis auf einen. Während Odin, Zeus, Manitu, Anubis, Shiva und Co. sich ihre alten Kultstätten zurückholen und ihre Anhänger um sich scharen, warten Christen, Moslems und Juden vergeblich. Die einst mächtigsten Religionen der Welt werden bald als bedeutungslose Sekten belächelt. Mit »AERA - Rückkehr der Götter« hat Markus Heitz einen neuen Kosmos geschaffen - ein großes Vergnügen für alle Fans von düsterer Spannung und filmreifer Action!
(Quelle: Knaur)

Meine Meinung

Wir schreiben das Jahr 2019 und es ist alles anders. Die Götter sind auf die Erde zurückgekehrt und nur Christen, Moslems und Juden warten vergeblich. Man kann sich denken, dass nicht immer alles so einfach ist, wenn sich die Götter auf der Erde bewegen und ihre Anhänger um sich scharren. Und so sieht sich Inspecteur Malleus Bourreau Fällen gegenüber, bei denen nicht alles so ist, wie es scheint.

Ich mag Geschichten mit Götter sehr sehr gerne, da ich Mythologie super interessant finde. Daher war ich sehr auf das Buch gespannt. Leider wurden meine Erwartungen in das Buch enttäuscht.

Die Geschichte ist in zehn Episoden gegliedert (die auch einzeln als E-Book erhältlich sind), was mir an sich gut gefallen hat. Der Hauptprotagonist ist Malleus Bourreau, ein Inspecteur der nicht an Götter glaubt und daraus auch keinen Hehl macht. Nur leider ging es mir in dem Buch zu sehr um Bourreau und zu wenig um Götter.
Die Fälle von Bourreau und der Ermittler standen mir zu sehr im Fokus. Man erhält zwar immer wieder Informationen zu den Entitäten (wie sie im Buch genannt werden), auch über solche, die man vielleicht eher nicht kennt wie z.B. über japanische Götter. Nur standen die Götter dann nicht im Fokus, man hat nicht gut mitgekriegt, wie die Entitäten handeln, wie sie denken etc. Ich hätte mir sehr gewünscht, dass man auch einen Teil aus der Sicht eines Gottes zu lesen bekommt, um die neue Welt besser kennen zu lernen.

Mich hat das Buch zum Teil an einen Krimi erinnert, was prinzipiell nichts Schlechtes ist, was ich aber nicht erwartet habe. Ich hätte mir mehr Fantasy, mehr Götter gewünscht.
Was mir gut gefallen hat, dass es ab und an Action gab und auch Blut geflossen ist. Es gibt die ein oder andere Szene, die eine gewisse Brutalität hat, was ich sehr gemocht habe. Diese Szenen sind auch diejenigen, die mir ab meisten gefallen haben.

Die Parts, in denen Bourreaus Assistentin behandelt wurden, haben mir besser gefallen, als diejenigen, in denen der Ermittler die Hauptperson war. Das lag zum Teil auch an den Wortwiederholungen oder auch Verhaltensweisen von Bourreau, die ständig wiederholt wurden. Zum Beispiel wurde ständig erwähnt, wie er sich über seinen Fu-Machnu streicht (eine Art Bart/Schnauz).. Das ging mir mit der Zeit wirklich auf die Nerven, weil ich fand, dass es zu viel des Guten war.

Der Schreibstil fand ich ganz okay, aber ich weiss nicht, ob der Autor etwas für mich. Ich müsste noch ein weiteres Buch von ihm lesen, um das beurteilen zu können. Mich lässt der Schreibstil mit gemischten Gefühlen zurück, was auch mit einer Nebenperson zu tun hat und damit kommen wir auch gleich zu den Charakteren.

Bourreau an sich wäre sicher interessant gewesen, aber irgendwie mochte ich ihn nicht sonderlich. Ich kann nicht genau sagen, woran es liegt. Es sind wohl einige Punkte zusammen. Was mir an ihm sehr gut gefallen hat, ist, dass er Atheist in einer Zeit ist, in der Götter allgegenwärtig sind, in der Gesellschaft leben und nicht länger zu verleugnen sind. Er hat seine eigenen Theorien zu den Entitäten, die ich gar nicht so falsch finde.
Seine Assistentin fand ich sehr sympatisch, wenn auch etwas naiv in manchen Dingen. Auf jeden Fall lässt sie sich nicht so schnell einschüchtern, hat aber durchaus auch ihre Schwächen.
Wer mich am meisten genervt hat, ist ein Nebencharakter, der mit Bourreau verbunden ist - auf welche Weise, möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, das müsst ihr schon selbst lesen. Auf jeden Fall mochte ich die Person überhaupt nicht! Immer, wenn ein Abschnitt aus seiner Sicht kam, habe ich die Augen verdreht und gehofft, dass es schnell vorbei ist. Mir hat nicht gefallen, wie der Charakter geschrieben wurden, mir hat die Denkweise nicht gefallen... Und noch einige andere Dinge. Es gab schon lange keinen Charakter mehr, der mich dermassen aufgeregt hat.

Zum Ende möchte ich nocht etwas sagen: Es war unerwartet, aber ich finde den Ansatz sehr interessant. Es lässt einige Dinge offen und man kann sich selbst denken, wie es wohl weiter gehen würde.

Das Cover finde ich sehr gelungen und es passt auf jeden Fall zur Geschichte.

Fazit

Ich habe lange hin und her überlegt, welche Bewertung ich dem Buch geben soll. Da ich die Grundidee sehr mag und es ein paar Szenen gab, die gezeigt haben, was man aus dem Buch herausholen könnte und ich das Ende mochte, bekommt das Buch knappe 3 Sterne von mir.

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