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Rezension zu '28 Tage lang' von David Safier




Eckdaten







Verlag: Rowohl rotfuchs
416 Seiten
Erscheinungsdatum: 14.03.2014
ISBN: 978-3-499-21174-4
Homepage des Verlages: ** hier klicken **









Klappentext


1943. Mira bringt sich und ihre kleine Schwester Hannah durch den harten Warschauer Ghetto-Alltag, indem sie unter Einsatz ihres Lebens Essen schmuggelt. Doch jetzt soll die gesamte Ghettobevölkerung umgebracht werden. Mira schließt sich dem Widerstand an. Der kann der übermächtigen SS länger trotzen als vermutet. Viel länger. Ganze 28 TAGE lang.
28 TAGE, in denen Mira sich entscheiden muss, wem ihr Herz gehört: Amos, der noch möglichst viele Nazis mit in den Tod nehmen will, oder Daniel, der sich um die Waisen in den Bunkern kümmert.

28 TAGE, in denen sie sich immer wieder der Frage stellen muss: Was für ein Mensch willst du sein?


(Quelle: Rowohlt)


Meine Meinung


In diesem Buch lernen wir die junge Mira kennen, die im Jahre 1943 im Warschauer Ghetto leben muss. Sie ist Jüdin und versucht alles, um ihre kleine Schwester Hannah und ihre Mutter durchzubringen. Doch dann soll die gesamte Ghettobevölkerung getötet werden - und Mira wird Mitglied des Widerstandes. Dieser hält länger durch als gedacht, nähmlich 28 Tage lang. Und in dieser Zeit muss sich Mira fragen, was für ein Mensch will sie sein?

Dieses Buch war für mich ein Wechselbad der Gefühle. Ich bin immer wieder sprachlos, wie die Menschen im zweiten Weltkrieg behandelt worden sind und verstehe einfach nicht, wie man so brutal sein kann, so skrupellos.

Die Geschichte, die Mira erzählt... ich musste mehr als einmal weinen und einige Szenen sind mir so unter die Haut gegangen, dass ich eine Pause beim Lesen einlegen musste, um alles zu verarbeiten. Ich finde es schrecklich, dass genau solche Dinge damals so oft passiert sind - bestimmt nicht nur in Warschau. Die richtigen Worte für dieses Buch zu finden, ist sehr schwer, da es auf Tatsachen basiert. Es ist ein Teil der Geschichte der Menschheit, ein dunkler Teil.
Und es ist schlimm, dass wir Menschen aus all dem Leid und Grauen nichts gelernt haben! '28 Tage lang' regt auf jeden Fall zum Denken an und man stellt sich selbst die Frage: Was für ein Mensch will man sein?

Der Schreibstil von David Safier hat mir sehr gut gefallen. Er hat alles sehr bildlich beschrieben und ich konnte immer mit Mira mitfühlen - sehr gut gemacht.

Da das Buch aus Miras Sicht beschrieben wird, lernt man die junge Frau sehr gut kennen. Sie ist mir unheimlich sympatisch und ich kann alles nachvollziehen, was sie erzählt hat und wie sie gehandelt hat. Ich weiss nicht, ob ich in einigen Szenen auch so mutig gewesen wäre.
Auch die restlichen Charaktere finde ich sehr gelungen - das ist dem Autor sehr gut gelungen.

Das Cover finde ich klasse - es passt irgendwie sehr gut zur Geschichte, finde ich. Es hat etwas sehr atmosphärisches.


Fazit

Ein Muss für jeden, der sich für den zweiten Weltkrieg interessiert. Klare fünf Sterne von mir!
 
Danke an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Kommentare

  1. Freut mich, dass es dir ebenfalls gefallen hat und du es so schnell nach unserer Leserunde zu Jodie Picoults letzten Roman gelesen hast!
    Liebe Grüße
    Martina

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  2. Hallo Sabrina,

    schön, dass es dir gefallen hat und dazu noch eine klare 5-Sterne-Empfehlung. Ich habe es schon am SuB und nächstes Jahr ist es bestimmt dran.

    Liebe Grüße,
    Nicole

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