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Rezension zu December Park von Ronald Malfi




Eckdaten




Verlag: Luzifer
Hardcover (auch als E-Book erhältlich)
ca. 500 Seiten
ISBN: 978-3-95835-032-8
Erscheinungstermin: 30.09.2015

Homepage des Verlages: ** hier klicken **










Klappentext

Im Herbst 1993 wird das beschauliche Städtchen Harting Farms in Maryland vom Verschwinden mehrerer Kinder erschüttert. Zunächst denken die Bewohner noch an Ausreißer – bis in dem großen, gespenstischen, umwaldeten December Park die erste Leiche eines Mädchens gefunden wird. Die Zeitungen sprechen vom Entführer als Piper – als Rattenfänger, wie in der Sage der Brüder Grimm –, weil er gekommen ist, um die Kinder wegzulocken. Doch in den Schulgängen flüstern die Kinder noch viel düsterere Namen.

Angelo Mazzone und seine Freunde entdecken eine Verbindung zu dem toten Mädchen und nehmen die Verfolgung des Mörders auf. Die fünf Jugendlichen schwören sich, der Schreckensherrschaft des Pipers ein Ende zu setzen. Doch was als mutiges Versprechen beginnt, entpuppt sich nicht nur als Odyssee in die Düsternis ihrer Heimatstadt und ihrer Bewohner, sondern auch als Selbsterfahrungstrip. In der Dämmerung ist auf den Straßen von Harting Farms jeder verdächtig, und jeder der Jungs könnte das nächste Opfer des Pipers sein.

Dieser Coming-of-Age-Thriller ist Ronald Malfis persönlichster Roman, sein Magnum Opus, in das auch eigene Kindheitserinnerungen mit einflossen. Vergleiche zu Stephen Kings Es und zu Dan Simmons’ Sommer der Nacht drängen sich zwar auf, December Park ist jedoch frei von übernatürlichen Elementen, dennoch nicht minder schaurig.

(Quelle: Luzifer Verlag)


Meine Meinung

Das Buch hat mich durch den Klappentext sehr neugierig gemacht und ich war sehr gespannt, da es ja mit Es von Stephen King verglichen wird.
Dass es ein paar ähnliche Szenen beinhaltet, wie Es, das stimmt. Jedoch finde ich dennoch, dass es sich in Grenzen hält. December Park ist trotz allem eigenständig und beinhaltet eine eigene Idee.

Diese Idee wäre an sich gut. Leider hat mir die Umsetzung nicht gut gefallen. Mir war das Buch an sehr vielen Stellen zu langatmig und ich habe ab und zu nicht verstanden, weshalb einige Szenen mit den fünf Jungs vorkamen - sie waren für mich nicht entscheidend und man hätte sie durchaus weglassen können. Ich bin mir sicher, dann hätte das Buch etwas mehr Pepp gehabt.
Für mich gab es nur ein paar Szenen, die mir richtig gut gefallen haben. Auch das Ende ist leider nur mittelmässig - ich hätte mir beim Showdown dann doch mehr gewünscht, obwohl der Ansatz ganz gut war. Dieser Thriller hat nicht so viele Thrill-Elemente beinhaltet, wie erhofft und ich habe mich stellenweise sogar gelangweilt. Das finde ich echt schade, denn hinter December Park steckt viel Potential und ich hätte mir gewünscht, dass Ronald Malfi dieses Potential ausschöpft.

Was mir gut gefallen hat, ist der Schreibstil. Das Buch hat sich trotz den langatmigen Stellen, gut lesen lassen. Besonders die letzten 100 Seiten gingen dann doch relativ flott. Man hat gespürt, wie viel Talent dahinter steckt.
Vielleicht hätte man mit einer anderen Erzählperspektive mehr rausholen können - aus Sicht des Mörders wäre es sicher spannend geworden, besonders wenn man bedenkt, um wen es sich handelt (ich werde aber nicht verraten, wer es ist ;) ). Dies wäre echt genial gewesen.
Die Idee hat mir, wie gesagt, gut gefallen - da kann man nix sagen. Nur die Umsetzung war nicht so, wie ich es mir erhofft hatte.

Die Charaktere fand ich in Ordnung. Aber bei Adrian fehlen mir noch ein paar Inputs am Schluss. Er ist doch sehr eigenbrötlerisch, sein Verhalten manchmal etwas merkwürdig. Ich hätte mir gewünscht, dass man hier noch mehr über ihn erfahren hätte - wieso er genau so ist (am Schluss gab es zwar einen Hinweis, aber das war mir zu wenig). Das wäre ganz interessant gewesen.
Ansonsten eine typische Jungsclique, wie man sie kennt - mir hat gut gefallen, wie sie miteinander agiert haben und ihr Zusammenhalt finde ich toll.

Das Cover finde ich toll; düster und unheimlich. Genau nach meinem Geschmack.

Fazit

Leider hat mich das Buch enttäuscht und daher erhält es von mir leider nur 3 Sterne.

Danke geht an
für das Rezensionsexemplar für die Lovelybooks-Leserunde

Kommentare

  1. Zu langatmig ist auch nichts für mich... Gut zu wissen :)

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  2. Hallo Sabs,

    schade, schade. Von dem Buch hätte ich mir einiges erwartet, aber ich habe schon gesehen, dass du mit dieser Meinung nicht allein dastehst. Es rutscht mal wieder von der WL runter, mal schauen, ob ich es noch lesen werde.

    Liebe Grüße,
    Nicole

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