Mittwoch, 26. August 2015

Rezension zu 'In einer regnerischen Nacht' von Jodi Picoult




Eckdaten





Verlag: Piper
Erschienen am 01.10.2007
Übersetzt von: Christoph Göhler
512 Seiten, Kartoniert
ISBN: 978-3-492-25060-3
Homepage des Verlages: ** hier klicken **








Klappentext

Ein Mord aus Liebe und auf Verlangen.
 
Cameron und Allie MacDonald führen eine glückliche Ehe – bis zu dem Tag, als Camerons Cousin seine von Schmerzen gepeinigte todkranke Frau umbringt. Ein Mord aus Liebe und auf Verlangen. Doch Cameron vertritt als örtlicher Polizeichef das Gesetz und verhaftet Jamie. Seine Frau Allie dagegen billigt Jamies Tat, und so geht schließlich ihre Ehe zu Bruch. Erst im Gerichtssaal sehen sie sich wieder: Als Camerons Cousin freigesprochen wird, stellt sich für das Paar die Frage, ob es noch einen Neuanfang geben kann.
 
(Quelle: Piper)

Meine Meinung

Ich bin ein grosser Fan der Autorin und daher habe ich mich sehr auf das Buch gefreut - auch wenn es mich eine Weile begleitet hat. Dies lag jedoch an mir und nicht an dem Buch.

Wie in vielen von Jodi Picoults Büchern geht es hier wieder um ein Umstrittenes Thema: Euthanasie (Sterbehilfe). In diesem Fall möchte die Frau von Jamie, der ein Cousin von Polizeichef Cameron ist, dass ihr Mann sie umbringt. Dieser erfüllt ihr den Wunsch und stellt sich anschliessend seinem Cousin.

Die Gründe weshalb Jamie seiner Frau den Wunsch erfüllt hat, müsst ihr natürlich selbst herausfinden. Dass Jamie als Angehöriger dies getan hat, ist noch einmal ein Punkt, der die Sache kompliziert macht.
Generell bin ich der Meinung, dass Menschen, die schwer krank sind z.B. und sie genau wissen, sie werden nie wieder gesund, sondern es wird immer schlimmer, Sterbehilfe in Anspruch nehmen können sollen, wenn sie es denn möchten. Vielleicht ist der folgende Vergleich ein wenig komisch, aber ich finde ihn nicht so schlecht:
Tiere kann man auch von ihrem Leiden erlösen. Wieso sollten Menschen nicht auswählen dürfen, ob sie ebenfalls von ihrem Leid erlöst werden? Natürlich muss dies streng geregelt sein, so dass nicht jeder, der einfach keine Lust mehr auf sein Leben hat, diese Unterstützung annehmen kann. Und es sollte von einer Organisation oder ähnlichem ausgeführt werden, die sich auf Sterbehilfe verstehen. Von einem Verwandten oder Freund zu verlangen, dass dieser einen umbringt... Das ist natürlich ein ganz anderes Kaliber.
Aber wie gesagt - es ist sehr umstritten und ich finde, es gibt kein richtig oder falsch. Jeder soll sich dazu seine eigene Meinung bilden dürfen.

Leider kam mir das Thema in dem Buch etwas zu kurz - man hat nicht viel über die Gefühle von Jamie erfahren. Natürlich wurde immer wieder erwähnt, wie es ihm in Etwa geht. Aber ich hätte mir mehr Tiefgang gewünscht. Für mich ist dies ein emotionales Thema und genau diese Emotionen haben mir gefehlt.

Ein weiteres Thema ist der Ehebruch - was mich aber weniger interessiert hat, als die Sterbehilfe. Für mich war es aber besser gelöst was die Emotionen angeht - zumindest bei Allie. Cam hätte ich manchmal einfach an die Wand klatschen können, weil ich ihn und seine Beweggründe nicht verstehen konnte.

Der Schreibstil hat mir wieder super gefallen und ich bin ziemlich zügig vorwärts gekommen, nachdem ich mich endlich in das Buch fallen lassen konnte.

Allie gefällt mir als Charakter sehr gut - obwohl sie mir zu abhängig ist von Cam. Das ändert sich zum Glück nach und nach, aber ich finde, sie ist in diesem Punkt zu wenig selbständig, zu wenig sich selbst.

Cam... Ich mochte ihn nicht wirklich. Er war mir mit seinen Entscheidungen und seinem Charakter einfach unsympatisch. Wie er sich gegenüber Allie verhalten hat, fand ich unterste Schublade. Und dann war da seine Naivität gegen Ende des Buches. Also ich weiss ja nicht... Ob sich jeder Mann oder jede Frau so verhält, wenn er seinen Partner zurück will, nachdem er ihn/sie betrogen hat? Naja... Ich mochte Cam auf jeden Fall nicht.

Jamie mochte ich ganz gerne, aber ich hätte mehr von seinen Gefühlen erfahren. Was hat er während der Tat gedacht, was vorher etc. Da hat mir einfach etwas gefehlt. Es geht ja immerhin darum, dass er seine Frau aus Liebe getötet hat, weil sie das wünschte. Aber man hat einfach zu wenig Gefühl hierzu übermittelt bekommen. Natürlich spürt man, dass Jamie seine Frau geliebt hat... Dennoch ist es zu wenig.

Die restlichen Charaktere haben mir mehr oder weniger gut gefallen - da kann ich nicht mäkeln :)

Das Cover passt irgendwie nicht ganz zur Geschichte - aber es sieht ganz nett aus.

Fazit

Ein Buch mit einem interessanten Thema, welches leider zu wenig zur Geltung kam und dem das Gefühl fehlte. Daher bekommt das Buch von mir 3 Sterne.

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