Mittwoch, 18. März 2015

Rezension zu Revival von Stephen King

Hallo ihr Lieben :)

Heute habe ich wieder eine Rezension für euch - dieses Mal zu Revival von Stephen King. Ich danke dem Verlag für das Rezensionsexemplar :)


Verlag: Heyne
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag
512 Seiten
ISBN: 978-3-453-26963-7

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Klapptext:

Finster, mysteriös, elektrisierend
 
Revival erzählt die Geschichte des Jungen Jamie und des Predigers Charles Jacobs, deren Wege sich von den Sechzigern bis heute auf unglückselige Weise immer wieder kreuzen. Sie steuert auf ein beängstigendes, auswegloses Ende zu, wie es selbst Stephen King bislang nicht zu Papier gebracht hat, und ist gleichzeitig Abrechnung mit dem Religionsfanatismus in unserem hoch technisierten Zeitalter und Verbeugung vor den Größen des klassischen Horrors.
 
Der kleine Jamie spielt vor dem Haus mit seinen Plastiksoldaten, da schiebt sich ein dunkler Schatten über ihn, ein Schatten, den er sein Leben lang nicht loswerden wird. Er blickt auf und sieht Charles Jacobs über sich, den jungen Methodistenprediger, der in der neuenglischen Gemeinde gerade sein Amt antritt. Im Nu gewinnt der charismatische Jacobs die Herzen der gottesfürchtigen Einwohner. Den Kindern haben es vor allem die elektrischen Spielereien angetan, mit denen er Bibelgeschichten veranschaulicht. Das alles endet, als ihn ein entsetzlicher Unfall vom Glauben abfallen lässt und er eine letzte Predigt hält, die in einer rasenden Gottverfluchung gipfelt. Von der Gemeinde verstoßen, tingelt er fortan über die Jahrmärkte, wo er elektrische Experimente vorführt, die zunehmend spektakulärer werden. Und immer schrecklichere Folgen nach sich ziehen. Über die Jahre trifft Jamie, inzwischen drogenabhängiger Musiker, wiederholt auf Jacobs, der ihn jedes Mal tiefer in seine dämonische Welt zieht. Als Jamie sich dessen klar wird, gibt es kein Zurück mehr. Das finale Experiment steht bevor.

(Quelle: Heyne)

Rezension:

Inhalt

Jamie Morton wächst in einer Familie auf, die sehr religiös ist - und trifft dabei auf Reverend Jacobs. Dass diese Begegnung in seinen Jungen Jahren einen Schatten auf sein ganzes Leben werfen wird, der ihn nicht mehr loslassen wird. Denn Jacobs verliert seinen Glauben, als ein schreckliches Unglück seine Familie auseinander reisst - und auch Jamie, der im Laufe der Jahre ein drogenabhängiger Musiker wird, fällt von seinem Glauben ab. Und immer wieder kreuzen sich die Wege der beiden Männer - bis zum finalen Experiment, das das Leben beider verändern wird.

Ich war unheimlich gespannt, was sich Stephen King da ausgedacht hat - besonders da steht, dass es etwas ist, dass King bisher nicht zu Papier gebracht hat. Das hat die Messlatte auch entsprechend hoch angesetzt und versprach einiges.
Leider, und es ist wirklich ein leider, wurde nicht gehalten, was versprochen wurde und das hat mich ein wenig traurig gestimmt. Richtig interessant wurde es eigentlich erst auf den letzten ca. 60 Seiten.
Man erfährt viel über Jamie und sein Leben - was auch nachvollziehbar ist, da das Buch aus seiner Sicht in der ICH-Form geschrieben steht. Und leider zeigt Revival an einem eher negativen Beispiel, wie viel bei dieser Erzählform verloren gehen kann, da man nur aus einer Sicht die Dinge erzählt bekommt. Daher hat das Buch seine Längen, die zwar durchaus informativ sind, aber leider die Spannung des Buches schmälert.

Gefallen hat mir der Schreibstil dennoch - es liest sich alles in allem sehr flüssig und man erkennt King hinter allem. Die letzten Seiten zeigen, welche Idee hinter allem steckt und ich finde, der Meister des Horrors hätte hier wirklich zeigen können, was er drauf hat. Es hätte eine geniale Frankenstein-Adaption werden können - mit allem drum und dran. Aber dafür hätte er vielleicht einen Teil des Buches aus der Sicht von Jacobs schreiben sollen. Ich kann mir vorstellen, dass das dem ganzen den entsprechenden Kick gegeben hätte. Wirklich schade, dass King das Potential nicht ausgeschöpft hat.

Charaktere

Jamie ist ein wundervoller Charakter - mit Ecken und Kanten, mit Höhen und Tiefen. Mir hat er sehr gut gefallen. Da man alles aus seiner Sicht geschildert bekommt, hat er auch die entsprechenden Tiefen, was mir gut gefallen hat. Man konnte mit ihm fühlen und leiden, aber sich auch mit ihm freuen.

Generell hat King es drauf, seinen Charakteren eine Tiefe zu verleihen, was vielen Autoren nicht immer gelingt. Ich kann mich nicht beschweren bei Stephen King, auch nicht bei Revival :) Seine Charaktere sind sehr lebendig und wirken Wirklich, nicht ausgedacht oder künstlich. Das gefällt mir wirklich sehr gut.

Cover

Das Cover ist eher schlicht gehalten, aber es gefällt mir sehr gut. Auf jeden Fall passend zur Geschichte.

Fazit

Da ich die Idee und die Charaktere, sowie den Schreibstil von King mochte, bekommt das Buch, welches leider meine Erwartungen nicht erfüllen konnte, dennoch drei Sterne von mir. ***

1 Kommentar:

  1. Hmm, wie ich es vermutet hatte, landet dieses Buch nicht auf meiner "ich werde es bald lesen-Liste" :)
    Momentan kann man ja viele Rezi's dazu lesen, mal schauen, ob die alle im Mittelfeld spielen werden.

    P.S. neidisch, dass du nur noch 1 Reziexemplar zu lesen hast :P

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