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Rezension zu 'Der Feind aus der Tiefe' von Wolfgang Müller

Guten Abend ihr Lieben :)

Heute, pünktlich zum Monatsanfang, habe ich Der Feind aus der Tiefe von Wolfgang Müller ausgelesen. Und daher möchte ich euch meine Rezension dazu nicht vorenthalten.
Besten Dank an Wolfgang Müller, dass ich bei der Leserunde von Lovelybooks mitmachen durfte.


Verlag: Midnight
Seiten: ca. 362 (auf meinem Reader)
Erschienen: Im Januar 2015
Format: E-Book
ISBN: 978-3-95819-021-4

Klapptext:

Das Abenteuer der beiden Deutschen Emmi und Adrian geht weiter: Tief unten in den Ozeanen leben weitab von allen Menschen hochintelligente Wesen. Emmi und Adrian begegnen auf ihrer Segelreise einem dieser Meereswesen. Er heißt Anep und hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Leben in den Ozeanen zu retten. Mit Emmis und Adrians Hilfe entwickelt er nun einen Plan, der größer ist, als alles je zuvor: Er will weltweit die Großfischerei stoppen und das Morden an den Delfinen beenden. Eine gefährliche Aufgabe auf Leben und Tod.

(Quelle: Midnight)

Rezension:

Die Geschichte um Emmi, Adrian, Anep und die Meeresbewohner geht weiter. Die Grossfischerei und die Ermordung hunderter von Delfinen muss gestoppt werden und Anep will alles dafür tun, dass das Überleben der Meere gesichert wird - eine Aufgabe auf Leben und Tod.

Zuerst zum Cover - ich finde es wunderschön und es passt zur Geschichte. Würde bestimmt auch als Print toll aussehen.

Nun zur Geschichte: Das Thema Überfischung ist ein, finde ich, ein totgeschwiegendes Thema - leider. Dabei ist es allgegenwärtig. Genau wie die Abschlachtung von hunderten Deflinen jedes Jahr - um Verkauft und gegessen zu werden. Die Delfine, die nicht getötet werden, werden gefangen genommen und in Delfinarien gesteckt. Ich bin prinzipiell kein Zoogegner. Aber was nicht sein muss, sind die öffentlichen Shows. Ich bin mir nicht sicher, ob es den Delfinen so viel Spass macht.
Und noch mal zu den Delfinarien generell: Vielleicht sind Deflinarien und Zoos irgendwann die einzige Hoffnung der Tierwelt, um erhalten zu bleiben, wenn die Menschen so weiter machen und nach und nach immer mehr Tierarten ausrotten. Mir ist klar, dass ein Leben in Gefangenschaft niemals ein Leben in Freiheit ersetzen kann! Ich möchte die Delfinjagd auch auf keinen Fall ins gute Licht rücken - sie ist grausam und ein in Freiheit geborenes Wesen einzusperren, ist alles andere als Tierfreundlich. Auf jeden Fall regt das Buch sehr zum nachdenken an und man überdenkt sein eigenes Handeln, sein Tun - ist es richtig oder falsch? Es rüttelt auf und es verfolgt einem auch noch nach dem Lesen.

Mich hat sehr berührt, wie die Tiere in den Delfinarien sich anfingen zu wehren, wie Anep ihnen Mut gemacht hat. Und wie er und seine Freunde die Delfinjagd verhindert haben.
Ab und an ging es ziemlich blutig zu und her - da ich einen starken Magen habe und mir so etwas nicht viel ausmacht, hat mich das nicht gross gestört. Ich kann sogar verstehen, weshalb die Meeresbewohner so gehandelt haben - sie wehren sich und offensichtlich ist Gewalt das Einzige, was Menschen verstehen.
Womit ich meine Mühe hatte - wie auch schon beim Vorgängerband 'Die Rache der Wale' - und was mich beim Lesefluss auch behindert hat, sind die Prologe. Sie wirken für mich etwas unbeholfen, aufgesetzt, nicht ganz ausgereift. Das finde ich sehr schade, weil mich das sehr gestört hat.
Auch die relativ rasanten Liebesbeziehungen im Buch haben mich ein wenig staunen lassen, das hat mich auch ein wenig gestört. Es war fast ein wenig zu kitschig, bei dem ernsten Thema, das das Buch eigentlich behandelt.

Die Charaktere haben sich für mich seit dem ersten Buch nicht sonderlich weiterentwickelt. Einzig die Meeresbewohner sinnen immer stärker auf Rache. Auch wenn für mich eine gewisse Tiefe fehlt, kam ich mit den Charakteren aber alles in allem klar.

Ein Buch, das ein ernst zu nehmendes Thema behandelt, leider mit Schwächen, die mich gestört haben. Alles in allem gebe ich dem Buch gute 3 Sterne.***

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