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Rezension zu Ein Lied für meine Tochter von Jodi Picoult

Hallo ihr Lieben

In diesem Post geht es wieder um eine Rezension. Dieses mal über das Buch 'Ein Lied für meine Tochter' von Jodi Picoult. Wie einige wissen, bin ich ja ein riesen Fan ihrer Bücher und ich konnte es kaum erwarten, ein weiteres von ihr zu lesen - und ich wurde nicht enttäuscht.


571 Seiten
Taschenbuch
Deutsch
Verlag: Bastei Lübbe
ISBN-10: 3404169670
ISBN-13: 9783404169672


Klapptext:

Zoe Baxter wünscht sich nichts sehnlicher als ein Kind. Sie und ihr Mann Max tun alles, um endlich eine Familie zu gründen. Vergeblich. Als ihre Ehe zerbricht, findet Zoe Trost in der Musik - und in einer neuen Liebe. Mit der Psychologin Vanessa will sie noch einmal von vorne beginnen. Sie träumt von einem gemeinsamen Kind mit ihr. Doch Max ist fest entschlossen, dieses Familienglück zu verhindern. Er gerät in die Fänge einer radikalen christlichen Gemeinde, die seit Jahren gegen Homosexualität kämpft ...

(Quelle: Weltbild )

Rezension:

Bevor ich zur eigentlichen Rezension komme, vorab eine kleine Info: Ich bin nicht gläubig, aber ich respektiere jeden, der an Gott glaubt. Ich habe in meinem Freundeskreis streng gläubige Personen und ich verstehe mich super, auch wenn ich in Glaubensdingen die Dinge ganz anders sehe.
Wieso lasse ich euch das wissen? Ganz einfach! In diesem Buch sind zwei Themen, die behandelt werden: Homosexualität und Religion. Es ist kein Geheimnis, dass die katholische Kirche nicht sehr offen ist, was Homosexualität angeht. Damit ihr meine Meinung ein wenig besser verstehen könnt und wisst, dass ich niemanden persönlich angreifen möchte, eben die kurze Info oben.

Zoe ist verzweifelt - sie wünscht sich so sehr ein Kind, dass sie alles dafür tut. Aber es nützt alles nichts. Sie verliert erneut ein Kind und ihre Ehe zerbricht. Sie flüchtet sich in ihre Arbeit als Musiktherapeutin und trifft dabei auf Vanessa, die sie bereits aus einer vorherigen Zusammenarbeit kennt. Es entwickelt sich eine enge Freundschaft, die von Schicksalsschlägen geprägt ist und bald ist da mehr zwischen den beiden Frauen.
Auch Max hat mir der Scheidung seine Probleme und er flieht sich in seine Alkoholsucht zurück. Durch eine Unfall wird er erleuchtet und findet zur Kirche - und die Dinge nehmen ihren Lauf, als Zoe Anspruch auf die 3 Embryonen erhebt, die noch eingefroren darauf warten, zu Kindern heranwachsen zu dürfen.

Wieder hat Jodi Picoult zwei Themen ausgesucht, die brisant sind und dieses Mal kann ich mich ganz klar positionieren: Ich bin eindeutig für Zoe! In der heutigen Zeit sollte die Kirche soweit Verständnis für Menschen aufbringen, die anders sind - aber leider ist dies nicht so. In diesem Buch wird diese Kontroverse sehr gut geschildert und ich hätte einige Male am liebsten diese Kirchenmenschen durchgeschüttelt bei so viel Engstirnigkeit. Man hat den Eindruck, wenn man die Menschen so reden hört, dass sie noch im Mittelalter leben, anstatt sich ein wenig anzupassen oder wenigsten ein gewisses Verständnis zu entwickeln. Die Welt bewegt sich weiter, jeden Tag und die Zeiten ändern sich eben.

Jodi Picoult hat die beiden Seiten sehr bildlich dargestellt und man konnte sich gut in die einzelnen Personen hineinversetzen.

Das Buch hat mich sehr berührt - immer wieder habe ich mit Zoe gelitten und war dann wieder wütend auf Max und die anderen Mitglieder der kirchlichen Gemeinde. Es war ein wahrliches Wechselbad der Gefühle für mich - und genau das hat mir gefallen. Auch die Beziehung zwischen Zoe und Vanessa wurde sehr gut geschrieben - mir hat es gut gefallen.

Auch der Schreibstil war wieder klasse - ich könnte stundenlang in dem Buch versinken, ohne müde zu werden!

Religion und Homosexualität - auf den Punkt gebracht und klasse geschrieben. Daher gibt es von mir fünf Sterne: *****

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