Mittwoch, 10. September 2014

Rezension zu In den Augen der Anderen von Jodi Picoult

Hier ist die nächste Rezension - dieses Mal wieder zu einem der Bücher von Jodi Picoult. Nachdem ich zuerst gezögert habe, ihre Bücher zu lesen, da sie nicht in mein bevorzugtes Genre reinspielen, bin ich jetzt froh, schon einige ihrer Bücher in meinem Bücherregal stehen zu haben - es lohnt sich auf jeden Fall immer wieder :)



688 Seiten
Masse: 12,5 x 18,6 cm
Taschenbuch
Deutsch
Übersetzung: Schumacher
Rainer
Verlag: Bastei Lübbe
ISBN-10: 3404168240
ISBN-13: 9783404168248


Klapptext:
Jacob hasst die Farbe Orange. Und er hasst es, wenn sein gewohnter Tagesablauf gestört wird. Routinen sind für ihn lebenswichtig, denn er leidet unter dem Asperger-Syndrom. Doch dann wird seine Erzieherin erschlagen, und Jacob wird des Mordes verdächtigt. Die von seiner Mutter Emma mühsam erkämpfte Normalität bricht zusammen. Alle Beweise sprechen gegen Jacob. Doch Emma nimmt den Kampf auf. Denn es geht darum, ihren Sohn vor dem Gefängnis zu bewahren - und um die Rechte von Menschen, die anders sind.

(Quelle: Weltbild )

Rezension:

Das Thema, welches Jodi Picoult in diesem Buch wieder behandelt, ist sehr interessant: Das Asperger-Syndrom. Man merkt, dass sie sich darüber informiert hat, bevor sie das Buch geschrieben hat. Für mich persönlich ist das bei solchen Themen sehr wichtig - ich denke, man merkt, wenn ein Autor sich nicht genug damit auseinandergesetzt hat. Auf jeden Fall hat sie das Thema super umgesetzt.

Die Handlung hat eine klare Struktur und man hat immer einen roten Faden, an dem man sich orientieren kann. Wie die Mutter den Alltag mit einem kranken und einem gesunden Kind meistert, welche Sorgen sie plagen etc. wird gut geschrieben und man kann sich in Emma einfühlen.
Auch wie die Mitmenschen auf jemanden wie Jacob reagieren, der nichts für seine Krankheit kann, finde ich gut geschildert. Man fängt an zu überlegen, wie man selbst in gewissen Situationen reagieren würde - und ich muss zugeben, dass ich diese Frage nicht beantworten kann.

Ich finde es bewundernswert, dass Emma, auch nachdem Jacob des Mordes verdächtigt wird, nicht aufgibt. Sie kämpft für ihren Sohn wie eine Löwenmutter und setzt sich für seine Rechte ein. Man kann schnell vergessen, dass ein Mensch mit einer Krankheit wie das Asperger-Syndrom, andere Bedürfnisse hat, als ein gesunder Mensch. Der Prozess und die damit verbundenen Hürden sind auch gut geschildert worden.
Ich konnte mir gut vorstellen, wie schwierig es sein muss, eine Verhandlung zu führen, in denen ein kranker Mensch, auf den jeder Beweis hindeutet, der Verdächtige ist - als Richter, Anwalt oder Angehöriger.

Alles in allem gut geschrieben! Ich mag Jodi Picoults Schreibstil sehr. Er ist flüssig zu lesen, man kann sich in die Personen hineinfühlen und man fängt an, über gewisse Dinge nachzudenken - wie bereits erwähnt. Für mich ein klarer Punkt, weshalb ich ihre Bücher immer wieder lesen werde.

Ein kleiner Kritikpunkt habe ich trotz allem: Das Ende ist für mich nicht ganz klar - das hätte ich mir ein wenig anders gewünscht.

Ich konnte das Buch kaum aus den Händen legen, da ich unbedingt wissen wollte, wie es weiter geht. Dieses Buch ist absolut zu empfehlen.

Daher, trotz des kleinen Kritikpunktes, 5 Sterne *****

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