Dienstag, 9. September 2014

Rezension zu Beim Leben meiner Schwester - Jodi Picoult


Nun wage ich mich auch unter die Buchblogger und möchte mit einem Buch einsteigen, welches einen tiefen Eindruck hinterlassen hat:


2010
16. Aufl.
478 Seiten
Masse: 11,9 x 18,9 cm
Taschenbuch
Deutsch
Aus d. Amerikan. v. Ulrike Wasel u. Klaus Timmermann
Verlag: Piper
ISBN-10: 3492247962
ISBN-13: 9783492247962

(Quelle: Weltbild )

Rezension:


Durch den Film bin ich auf dieses Buch gestossen und dachte mir, ich lese jetzt einfach Mal rein, da dies nicht mein bevorzugtes Genre ist - aber ich wurde auf jeden Fall belohnt.

Das Thema, das sie in diesem Buch behandelt, ist sehr heikel und ich bin mir sicher, es gibt mehr als eine Familie auf dieser Welt, die sich genau mit diesem Problem auseinandersetzt: Ein Baby, einzig gezeugt um als Spender für ein Geschwister zu dienen.

Ich weiss nicht, wie ich als Mutter, mit einem schwerkranken Kind umgehen würde und welche Mittel ich brauchen würde, um mein Kind zu retten. In diesem Buch finde ich Sarah... einfach kaltherzig gegenüber Anna. Für mich scheint es, als wird sie von ihrer Mutter wirklich nur als Ersatzteillager (ja, ich brauche dieses Wort mit Absicht, weil Anna meiner Meinung nach als dieses gezeugt wurde) behandelt und nicht als das Kind, das sie ist.

Natürlich wurde Anna im Glas gezeugt und weist die Merkmale auf, die Kate helfen - aber ich finde es trotzdem sehr bedenklich, dass man ein Kind nicht den freien Willen lässt und es dazu zwingt, Dinge zu tun, die es vielleicht gar nicht tun möchte.

Das Ende des Buches, welches sich vom Film ja abhebt, finde ich ganz schön krass - aber irgendwie auch passend zu dem ganzen Dilemma, in welchem die Familie steckt. Auf jeden Fall ging es mir ziemlich nahe.
Auf jeden Fall liebe ich Jodi Picoults Schreibstil und ich war wirklich überrascht, da ich die ICH Form eher weniger bevorzuge - nur wenige Autoren beherrschen sie wirklich und daher bin ich meistens eher skeptisch. Hier auf jeden Fall sehr gelungen und man kann sich in die jeweiligen Charaktere gut einfühlen - manche lernt man zu lieben, manche zu hassen. Und vor allem, wird man dazu 'gezwungen' über das Thema nachzudenken, man setzt sich automatisch damit auseinander und versucht, zu ergründen, wie man in dieser Situation reagieren würde.
Ein Richtig oder Falsch gibt es nicht - es ist Definitionssache der einzelnen Personen und ich bin mir sicher, das wird auch in Zukunft so sein. In diesem Thema wird es nie einen Weg geben, der für jeden stimmt - die Frage ist nur: Kann ich mit meiner Entscheidung leben?


Für dieses Buch gibt es fünf Sterne von mir: *****

1 Kommentar:

  1. Hallo, :)
    oh Mann! Ich bin echt nicht informiert. :D Ich habe den Film zu dem Buch gesehen und wusste gar nicht, dass es von Jodi Picoult geschrieben wurde (nur dass es eine Buchverfilmung ist). Deine Rezensionen zu den Büchern von Jodi Picoult klingen alle sehr interessant und ich werde mir mal Bücher von ihr auf die WuLi setzen. :)

    Liebe Grüße,
    Marina

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