Donnerstag, 18. September 2014

Rezension zu Als wir unsterblich waren von Charlotte Roth

Hallo ihr Lieben :)

Heute gibt es wieder eine Rezension – heute zum Buch ‚Als wir unsterblich waren‘ von Charlotte Roth. Dieses Buch habe ich auf Vorablesen.de gewonnen. Ich war echt begeistert und konnte das Buch nicht mehr weglegen, nachdem ich angefangen habe zu lesen.




576 Seiten
Masse: 12,5 x 19 cm
Taschenbuch
Deutsch
Verlag: DROEMER KNAUR
ISBN-10: 3426512068
ISBN-13: 9783426512067


Klapptext:

November 1989. "Willkommen in Westberlin", dröhnt es aus einem Lautsprecher, als die Ostberliner Studentin Alexandra von der Menschenmenge in die Arme eines jungen Mannes gedrängt wird. Liebe auf den ersten Blick!
Berlin vor dem Ersten Weltkrieg. Die junge und mutige Paula setzt sich leidenschaftlich für Frauen- und Arbeiterrechte ein. Ihre Träume von einer neuen, gerechteren Welt teilt sie mit dem charismatischen Studentenführer Clemens, mit dem sie Seite an Seite kämpft.
Damals, als sie unsterblich waren, beginnt ihre dramatische Geschichte, die auch die Geschichte unseres Landes ist und die Jahrzehnte später Alexandras Welt für immer verändern wird.
(Quelle: Weltbild )

Rezension:

Die Geschichte um den ersten Weltkrieg und um den Mauerfall ist für mich schon immer sehr interessant gewesen. Leider wurden diese beiden Themen bei uns in der Schule nicht behandelt. Umso mehr habe ich die Handlung aufgesogen, die Erzählungen von Charlotte Roth. Mit ihren Protagonisten hat sie mich in die Geschichte hineingezogen, sie mir näher gebracht. Und man denkt wieder intensiv darüber nach, weshalb es zu manchen Situationen kommen konnte und ob wir Menschen überhaupt etwas daraus gelernt haben. Manche Dinge habe ich so nicht gewusst und wieder etwas dazu gelernt. Auch dass Frauen in der Zeit des ersten Weltkrieges einen sehr hohen Stellenwert hatten, war mir nicht so geläufig – auf jeden Fall sehr interessant, wenn man bedenkt, wie viel Mühe Frauen ab und an in der Gesellschaft bzw. in manchen Berufen haben. Und was manche Männer von Frauen denken: Kinder kriegen und hinter dem Herd stehen.

Die Sprünge zwischen den Ereignissen zum ersten Weltkrieg und dem Mauerfall hat die Autorin super gelöst – mir hat es sehr gefallen. Und nach und nach hat man die Zusammenhänge zwischen den Personen gesehen und man konnte sich einen Reim daraus machen. Sehr gelungen.

Die Protagonisten sind allesamt sehr interessante Charaktere – manche sind sympathischer als andere und man schliesst sie eher ins Herz. Man kann sich jedoch in jeden einzelnen einfühlen, egal ob man denjenigen mag oder nicht. Wie schon erwähnt, hat Charlotte Roth durch ihre Charaktere mir ein Teil von der Geschichte Deutschlands entgegengebracht.

Alex wirkt für mich zwar ein wenig naiv, was aber vielleicht daran liegen könnte, dass sie so gut wie gar nicht aus dem Haus ging bisher. Das ist eine Parallele zu Paula, die zu Beginn auch ein wenig naiv ist wenn es um Clemens ging… Aber beide Frauen wachsen an der Situation und am Leben und müssen lernen, dass nicht immer alles so einfach ist oder es ist, wie es zu sein scheint.

Und kurz zu Clemens: Manche Dinge, die er von sich gibt oder wie er handelt, geben mir zu denken. Einerseits kann ich ihn verstehen. Der Krieg formt Menschen und man ist bestimmt nicht mehr der Gleiche, wie davor… Dennoch hat er Menschen, die ihn lieben und ihm helfen wollen – daher hätte ich mir gewünscht, dass er vielleicht ein wenig mehr an sich geglaubt hätte und nicht ständig von Selbstzweifeln zerfressen worden wäre. Das war ein ganz wenig nervig gegen Ende des Buches.

Ein paar Fragen bleiben mir jedoch zum Ende des Buches offen – da ich jedoch nicht Spoilern möchte, nenne ich diese Fragen hier nicht. Aber es tut dem Buch und der Geschichte keinen Abbruch – ich finde ‚Als wir unsterblich waren‘ einfach toll geschrieben und werde es bestimmt ein weiteres Mal lesen.

Mit kurzen Worten mein Fazit: Fesselnd, klar und mitreissend – das Buch regt zum Nachdenken an.

Daher gibt es von mir 5 Sterne: *****

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